Anarchobronies - Zwei Anarchisten, eine Partei und das Netz

Anarchismus/Parlamentarische Anarchisten/Piratenvolkspartei

In unserem ersten Podcast haben wir uns unter vielen anderen Dingen darüber unterhalten, wie das so ist als Anarchisten in einer Partei zu sein. Sind wir denn überhaupt richtige Anarchisten, wenn wir im System “Parteiendemokratie” mitspielen und sind wir Demokraten, wenn wir uns eigentlich zum Idealbild Anarchie bekennen?

Weiterhin gehen wir noch auf unser Verständnis des Begriffs “Volkspartei” ein und welche Zukunft wir uns für die Piratenpartei wünschen.

Viel Spaß beim Anhören. Benutzt gern die Kommentarfunktion um uns Feedback zu geben.

6 Responses to “Anarchismus/Parlamentarische Anarchisten/Piratenvolkspartei”

  1. Mm, sorry, ich hatte so viele Gedanken zu euren Themen, dass ich sie gar nicht mehr alle weiß, und wiedergeben könnte. Ich fühle mich verstanden; soviel sei gesagt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht; nicht nur podcasttechnisch.
    Was mich am meisten interessiert, ist das, was andere interessiert. Das ist für mich die Quelle der Neuerung.

    Gruß
    Ingo

  2. Hat Spaß gemacht, Euch zuzuhören. Kleines Feedback zur Audioqualität: Der Raum klang sehr hallig, dadurch war’s nicht ganz einfach, die richtige Lautstärke zu finden (zwischen “Hilfe, ich versteh nix” und “aaaah, meine Ohren tun weh”). Vielleicht könnt Ihr die nächsten Folgen in einer akustisch trockeneren Umgebung aufnehmen?
    Grundsätzlich aber: weiter so!
    AnarchoPonyPowerFlausch,

    ryuu

    • Jupp, so steht der Plan. Wir mussten halt recht spontan auf einem Raum im agh ausweichen, weil ich nicht wollte, dass eine Kamerafrau durch meine unaufgeräumte Bude latscht ;)

  3. Gute erste Show! ;)

    Ein paar Gedanken:
    Ich denke der “Das Grundgesetz ist unser Programm”-Ansatz der bezieht sich vor allem auf die Grundrechtsaspekte und weniger auf die Unabänderbarkeit der Staatsorganisation.

    Was die Pöstchen angeht habe ich als Brandenburger Pirat einen etwas anderen Blick. Sicherlich nimmt das zum Teil überhand und die Profilierung über Posten greift für mich auch ins Leere. Ich möchte, dass wir etwas tun und wenn sich jemand dadurch profiliert ist das auch in Ordnung.
    In Brandenburg hat die Durchstrukturierung schon einen Sinn gemacht, denn damit haben wir inzwischen ganz verlässliche Ansprechpartner in allen Regionen und man wird auf jeden Fall Kampagnen-fähiger.
    In der Stadt ist das sicher einfacher und auch ohne Durchstrukturierung gut erreichbar.

  4. Schöne erste Folge. Weiter so!
    Danke an @Mitgezwitschert für die Empfehlung. ;)

    Kurze Anmerkung zum Grundgesetz:
    Selbstverständlich ist eine Änderung der GG möglich und führt nicht automatisch zur Verfassungsfeindlichkeit, schließlich wird das GG ja regelmäßig geändert. Als ihr über die Frage grübeltet, ob der Parlamentarismus von der Ewigkeitsgarantie (Art. 79 GG) gedeckt wird, also dem Kernschutz unserer Verfassung, war meine erste Reaktion “na klar!”. Aber offenbar ist die Volksouveränität, nicht jedoch zwingend ein repräsentatives Modell wie der Parlamentarismus darin enthalten. In Thüringen hat der VerfGH im Rahmen einer Entscheidung zu Volksbegehren Bezug auf die Ewigkeitsgarantie (Art. 79 GG) genommen und ich erinnere mich, dass das teils kritisch aufgefasst wurde. Damals ging es, soweit ich das richtig im Kopf habe, um Volksbegehren mit Zugriff auf die Haushaltssouveränität des Parlamentes. Der VerfGH hat das wohl u.a. mit Verweis auf die Ewigkeitsklausel abgeschmettert.
    Der Parlamentarismus wird aktuell als einzige Garantie der Handlungsfähigkeit des Staates gesehen. Wenn aber alternative Modelle dazu existieren, die eine Volkssouveränität gewährleisten und des weiteren den Anforderungen der Art. 1 und 20 des Grundgesetzes gerecht werden (u.a. Gewaltenteilung, Grundrechts-Bindung/Garantie, Bundesstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit…) sehe ich keinen Grund warum es nicht grundgesetzkonform sein sollte ein solches Ziel als Partei zu verfolgen. Ob und wie das im Einzelfall aussehen könnte sei mal dahingestellt.
    Bleibt natürlich die Frage ob es das von den entsprechenden Verfassungsschutzbehörden ebenfalls so gesehen wird… :D

Was denkst du?